Jetzt geht’s los!

Endlich Ferien und das eigene oder gemietete Wohnmobil startklar machen. 

Damit auch die Reise an den Urlaubsort zur Entspannung pur wird, haben wir ein paar Tipps zur richtigen Beladung Ihres Reisemobils zusammengestellt. Denn hier gilt es, einiges zu beachten um auf der Reise keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

Die wichtigsten Regeln:

  • Achten Sie beim Verstauen Ihres Reisegepäckes auf gleiche Gewichtsverhältnisse vorne und hinten sowie rechts und links. 
  • Schwere Gegenstände sollten Sie in Bodennähe zwischen den Achsen verstauen, z. B. in den Fächern unter den Sitzbänken in der Fahrzeugmitte oder in den doppelten Böden einiger Modelle.
  • Leichtes Gepäck (z. B. Kleidung) gehört in die oberen Schränke oder hinter die Hinterachse. Bei Fahrzeugen mit Frontantrieb bitte nichts Schweres ins Heck laden, da durch das Gewicht die Vorderachse entlastet und somit die Traktion verschlechtert wird. 
  • Stauräume für große, schwere Gegenstände sollten Sie vielleicht mit rutschfesten Gummimatten auslegen, damit keine Gepäckstücke lose herumrutschen.
  • Dachgepäck muss stets sicher befestigt werden. Wichtig: Gepäck vorab wiegen, da auch das Dach nur mit einer bestimmten Last beladen werden darf. Eine Dachbox bietet zudem noch weitere Vorteile: Das Gepäck ist bestens geschützt und muss nicht einzeln befestigt werden.
  • Bei Nutzung einer Dachbox sollten Sie unbedingt die neue Fahrzeughöhe prüfen und beachten, sonst drohen unangenehme Überraschungen z.B. in Tunneln oder unter Brücken.
  • Campingmöbel, Grill und Zelt passen prima in eine üppige Heckgarage. Spanngurte und Zurrösen fixieren zusätzlich großes Ladegut. Aber Achtung, wenn z. B. Motorroller o.ä. befördert werden! Durch die Hebelwirkung entsteht ein Ungleichgewicht der Achsen. Vorher klären, ob die Hinterachslast und auch die Tragfähigkeit des Garagenbodens für so hohe Gewichte ausreicht.

Jedes Kilo weniger Gepäck bewahrt vor Überladung und spart ausserdem eine Menge Treibstoff.

Auch hierzu einige Tipps:

  • Sie sollten möglichst Camping Geschirr mitnehmen, z.B. Teller aus bruchsicherem Melamin sowie Töpfe und Pfannen aus leichtem Alu.
  • Verwenden Sie Alu-Gasflaschen : Alu wiegt nur die Hälfte.
  • Große Wassermengen müssen nicht über die Autobahn bewegt werden, wenn am Zielort Frischwasser aufgefüllt werden kann. Also Wassertank nicht voll machen.
  • Reserverad durch ein Reifenpannenset ersetzen – ein Ersatzreifen wiegt ca. 35 Kilo, ein Pannenset nur etwa 2,8 Kilo.

Fahren Sie mit Gefühl

Wegen des hohen Schwerpunktes sollte man lieber etwas langsamer in eine Kurve fahren und grundsätzlich weiche Spur- und Richtungswechsel vornehmen, um Wank- oder Kippneigungen zu vermeiden. Achten Sie auf unerwartet einsetzende Seitenwinde – vor allem auf Brücken und beim Überholen von Lkw. Wohnmobile oder Caravans reagieren darauf überaus empfindlich.

Auf angemessenes Tempo achten

 beladen2Mit Reisemobilen bis 3,5 t dürfen Sie außerorts 100 km/h fahren, auf Autobahnen gilt die Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Reisemobile über 3,5 t sind außerorts auf Tempo 80 und auf Autobahnen auf Tempo 100 beschränkt. Moderne Caravan-Kombinationen dürfen auf Autobahnen und Schnellstraßen mit getrennten Fahrbahnen mit 100 km/h unterwegs sein. Für ältere Gespanne gilt in der Regel ein Tempolimit von 80 km/h. Um in den Tempo-100-Genuss zu kommen, sind auch alte Caravans der Baujahre vor 1990 entsprechend nachrüstbar. Mit amtlich anerkannter Bestätigung gibt es von der Straßenverkehrsbehörde eine offizielle Bescheinigung, die nur für den betreffenden Anhänger gilt und mit den Kfz-Papieren mitzuführen ist – ebenso wie eine Tempo-100-Plakette, die am Heck des Caravans angebracht werden muss.

So, nun bleibt uns nur Ihnen einen wunderschönen Urlaub zu wünschen.

Gute Fahrt